Neuer Vorstand der Grünen im Kreisverband Rhein-Sieg

by Heiko Wolf

Am 25. Juni 2010 wurden auf der Kreismitgleiderversammlung in Troisdorf-Mitte bereits Katja Ruiters aus Much sowie Arnd Kuhn aus Bornheim als Vorsitzende des Kreisverbandes Rhein-Sieg gewählt. Nun wurde am 24. September 2010 die Versammlung in Troisdorf-Spich forgesetzt und der insgesamt sechsköpfige Kreisvorstand komplettiert.

Als Schatzmeister setzte sich Michael Hildebrand aus Lohmar gegen Andrea Piro aus Neunkirchen-Seelscheid durch. Edith Geske aus Troisdorf wurde ohne Gegenkandidatin als Schriftführerin gewählt. Bei der Beisitzerin gewann Lisa Anschütz aus Windeck gegen Andrea Gesell aus Bornheim. Beim zweiten Beisitzer wurde Jörg Lotz aus Alfter ohne Gegenkandidaten nicht gewählt; er zog seine Kandidatur daraufhin zurück. Im neuen Wahlgang entschied sich die Versammlung für Peer Groß aus Siegburg und gegen Andrea Gesell, die hier erneut kandidierte.

Wir haben eine Balance zwischen Frauen und Männern im neuen Vorstand verwirklicht, was ich wichtig finde. Außerdem gibt es nur zwei Kreistagsabgeordnete im neuen Vorstand und damit keine Dominanz der Mandatsträgerinnen und Mandatsträger. Man könnte eher von einer guten personellen Anbindung an die Kreistagsfraktion sprechen, die Edith Geske und Lisa Anschütz künftig gewährleisten.

Im Kreisvorstand sind allerdings die linksrheinischen Gebiete schwach vertreten. Doch sollte dieses Manko kompensiert werden können, wenn man die Fraktionsspitze auch berücksichtigt: Mit Gabi Deussen-Dopstadt aus Bornheim als unserer Fraktionsvorsitzenden im Kreistag und Ingo Steiner aus Wachtberg als ihrem Stellvertreter kommen zwei der Führungspersönlichkeiten der Grünen im Rhein-Sieg-Kreis aus dem Linksrheinischen.

Die Versammlung hat übrigens die lebhafte demokratische Kultur unserer Partei unter Beweis gestellt: Man hatte die Möglichkeit, zwischen ganz unterschiedlichen Kandidatinnen und Kandidaten zu entscheiden und so seien persönliches Favoritenteam für den neuen Kreisvorstand zu bestimmen. Die Wahl von Jörg Lotz schien in meinen Augen zum Beispiel sicher – bis er sich in seiner Bewerbungsrede indirekt gegen die zuvor mehrheitlich gewählte Lisa Anschütz aussprach und damit die Klugheit der Entscheidung der Versammlung in Frage stellte, was ihm viele Sympathien kostete. Bei den Grünen ist eben noch nicht alles ausgekungelt und es steht nicht schon im Vorfeld fest, wer welchen Posten erhält. So ist Demokratie erfrischend und manchmal auch überraschend.